11.11.2019


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"Vielfalt mit neuen Perspektiven sichtbar machen"


Liebe Partner*innen,



mehr junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte bekommen Zugang zu den Behörden und Betrieben des Landes Berlin: 28 % der neu eingestellten Azubis hatten 2018 laut BQN Statistik einen Migrationshintergrund. Ein positiver Trend, der sich dem Durchschnittswert in der Berliner Bevölkerung von 34 % annähert. Wege in die Ausbildung vielfaltsgerecht zu gestalten zahlt sich langfristig aus.

Jedoch stellt sich die Frage: Ist die Kategorie „Migrationshintergrund“ noch zeitgemäß, um die Komplexität unserer Einwanderungsgesellschaft zu erfassen? Jugendliche der dritten Einwanderergeneration fallen z.B. aus der Statistik, erleben aber durchaus weiterhin Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt. Daher möchten wir den Diskurs über Migrationshintergrund, Gleichstellungsdaten und effektive Teilhabepolitik fördern und laden gemeinsam mit Katarina Niewiedzial, der Integrationsbeauftragten von Berlin, und dem Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) am Mittwoch, den 4. Dezember zu einem Fachgespräch.

Sich für Vielfalt zu öffnen und die individuellen Lebensentwürfe, Werte und Perspektiven junger Menschen als Bereicherung im Betrieb und als Antrieb für Veränderung zu betrachten – das ist ein fordernder Prozess. BQN unterstützt dabei und bietet Gruppencoachings für Ausbildungsverantwortliche des Berlin braucht dich! (Bbd!) Netzwerkes an. Darüber hinaus versuchen wir, den Ungleichheiten des digitalen Wandels am Übergang Schule-Beruf mit praktikablen Ideen etwas entgegenzusetzen.  Mehr dazu in diesem Newsletter.


Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr BQN Berlin-Team

• AKTUELL •

Nachwuchs bringt mehr Vielfalt in den Öffentlichen Dienst

Die aktuelle Befragung von Auszubildenden beim Land Berlin zeigt: Der Nachwuchs bringt zunehmend mehr Vielfalt in die Behörden und Betriebe mit Landes-beteiligung – 28,1 % aller 2018 neu-eingestellten Auszubildenden haben einen Migrationshintergrund. Gleichzeitig verdeutlichen die Zahlen auch, dass noch Luft nach oben ist. Katarina Niewiedzial: „Ziel muss es sein, dass sich die kulturelle Vielfalt auf allen Hierarchieebenen der Verwaltung widerspiegelt. »

Ausbildungsrealität zum Anfassen und Ausprobieren

 

Die Schulzeit ist fast zu Ende, da stellt sich für Zehntklässler*innen die Frage: Wie geht es jetzt weiter und was erwartet mich als Azubi? Erfahrungen teilen hilft: Junge Auszubildende u.a. der Feuerwehr, Polizei und Wasserbetriebe berichteten bei den Direktansprachen im August von ihren Erfahrungen der ersten Lehrjahre und gaben Tipps, um im Bewerbungsverfahren zu bestehen. »



Digitalisierung als Lernfeld für Schulen und Betriebe


Ungleichheiten des digitalen Wandels in Unterricht und Ausbildung etwas entgegensetzen - darauf zielte der Workshop Digitalisierung am 25.09. im ITDZ. Der Konsens: Schulen und Betriebe sollten sich im Wandlungsprozess mit Wissenstransfers für Online-Bewerbungen, beim Aufbau von IT-Infrastruktur oder gemeinsamen Fortbildungsangeboten gegenseitig unterstützen. So könne es gelingen, den Übergang Schule-Beruf niedrigschwelliger zu gestalten.  »

Partner*innentreffen auf dem Prüfstand

Reflektion und Zukunftsfragen standen beim letzten Partner*innentreffen am 22.10. im Kammergericht im Fokus. Mit der Think-Pair-Share-Methode diskutierten die Betriebs- und Schulvertreter*innen Fragen wie: In welche Richtung hat sich das Format in den letzten Jahren entwickelt? Was wollen wir in Zukunft thematisieren, fokussieren und verändern? Der Wunsch ist da, gemeinsam neue Ideen und Ansätze zu entwickeln und sich stärker zu solidarisieren. »


Stadtteilmütter treffen auf Rechthaber*innen



 

Im Projekt „Mehr Vielfalt in der Berliner Justiz“ ist der Name Programm. Am 19.09. trafen die Neuköllner Stadtteilmütter auf Auszubildende und Ausbilder*innen des Amtsgerichts Neukölln und des Berliner Kammergerichtes. Bei einem Info-Parcours am Campus Rütli erhielten die "Stadtteilmütter", die Neuköllner Familien in Fragen rund um Gesundheit und Bildung begleiten, Einblicke in die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Ausbildung in der Berliner Justiz. »

• BQN FACHDISKURS •


Kulturelle Diversität in der Bundesverwaltung

Aktuell befragt das Institut für Bevölkerungsforschung Beschäftigte der Bundesverwaltung zu kultureller Diversität und Chancengleichheit. Warum? Bislang existiert nur eine begrenzte empirische Datengrundlage. Aus den Ergebnissen sollen Handlungsoptionen abgeleitet werden, die den Anteil an Menschen mit Einwanderungsgeschichte in der öffentlichen Verwaltung erhöhen sowie einen produktiven Umgang mit Diversität herstellen. »

Sozio-ökonomische Schieflagen neu denken

Das Center for Intersectional Justice hat einen Bericht zu Intersektionalität und Antidiskriminierung in Deutschland herausgebracht. Dieser beschreibt die Entstehung von Intersektionalität und zeigt potenzielle Handlungsbedarfe für den deutschen Kontext auf. Aktuelle Diskussionen zu Vielfalt, Gleichstellung und kultureller Öffnung seien ohne die Perspektive der Intersektionalität unvollständig. »

• ANKÜNDIGUNGEN •

Fachgespräch zum Migrationshintergrund

Wie muss ein Instrument zur Erfassung des „Migrationshintergrundes“ gestaltet sein, um eine nachhaltige Teilhabepolitik zu befördern? Das möchten wir gemeinsam mit der Integrations-beauftragten und dem DeZIM am 4.12., 16-18 Uhr aus mehreren Perspektiven beleuchten. Interessierte sind eingeladen im Café Bilderbuch mit zu diskutieren. Mehr Infos und Anmeldung unter sb@bqn-berlin.de

Coachings für lebbare Vielfalt im Ausbildungsbetrieb

Die Belegschaft vieler Betriebe setzt sich mehr und mehr aus Personen unterschiedlicher Lebenswelten, individueller Werte und Arbeitsstile zusammen. Wie kann man einen konstruktiven Umgang mit Vielfalt herstellen? BQN bietet ab November regelmäßige Coachings für Bbd! Ausbildungsverantwortliche an. Erstes Treffen ist am 21.11., 14-16 Uhr. Infos und Anmeldung unter mpf@bqn-berlin.de


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Das Projekt "Berlin braucht Dich! – Neue Zugänge erproben und Hürden abbauen" wird durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie des Landes Berlin gefördert.